Judika und Eilert Bartels im Garten

Sexualtherapie – Judika Bartels, Eilert Bartels

„Was muss ich in der Sexualität eigentlich erfüllen?“

Als unser Sohn 14 Jahre alt war, fragte er uns, was wir eigentlich als Sexualtherapeuten machen. Das wollte er wissen, weil seine Kumpels darüber lachten und meinten: „Da sagen deine Eltern den Leuten bestimmt, wie es richtig geht.“

Unsere Antwort war: „Das Gegenteil ist der Fall. Die Leute tragen lauter Vorstellungen mit sich herum, wie es gehen sollte. Und dann schauen wir gemeinsam mit ihnen, wie es für sie selbst gut sein könnte.“

Wir begreifen Sexualtherapie im Grunde als Psychotherapie, die um das Thema Sexualität keinen Bogen macht. Wir sind es gewohnt, auf sexuelle Themen einzugehen und gemeinsam mit dir zu schauen, worum es im Kern geht.

Im Vordergrund steht für uns der ganze Mensch mit seinem ganz individuellen Verständnis von Sexualität.

„Wie kann ich es lernen, über meine sexuellen Bedürfnisse zu sprechen?“

„Wie kann ich es lernen, mich mit meinen Ängsten und Unsicherheiten in einer sexuellen Begegnung zu zeigen?“

Für uns geht es z.B. nicht zuerst darum, eine sogenannte sexuelle Funktionsstörung zu beheben, so als wäre ein Mensch ein Apparat, der zu funktionieren hat.

Uns geht es vielmehr darum, zu ergründen, welche Ursache ein Problem in der Sexualität haben könnte und was sich damit ausdrücken möchte, welche Wünsche, Bedürfnisse, Ängste, Neigungen und Abneigungen darin spürbar werden.

Dabei spielen alle deine Erfahrungen, biografische und kulturelle Prägungen eine Rolle.

Denn manchmal liegen unter einem sexuellen Thema auch tieferliegende Themen, und dann würde bloße Symptom-Behebung nicht ausreichen, um dein Gesehen-Werden in der Tiefe zu erreichen.

„Wenn ich keine Lust habe – ist dann etwas ‚falsch‘ an mir?“

„Wenn ich ganz viel Lust habe – ist dann etwas ‚falsch‘ an mir?“

Wir wollen dir ermöglichen, dass du dich in der Tiefe besser verstehen kannst, dich selbst wieder besser wahrnimmst und eine selbstbestimmte Sexualität leben kannst, die wirklich dir entspricht.

„Beim Sex brauche ich ganz viel Sicherheit.“

Als ich zu Euch kam, war das ursprünglich, weil ich und meine Partnerin schon seit Jahren keinen Sex mehr hatten. Aber dann ergab es sich wie von selbst, dass wir zunächst ausführlich mein Vaterthema bearbeitet haben. Ich hätte nie gedacht, dass das wie nebenbei dazu führen könnte, zu verstehen, dass es möglich ist, dass Unsicherheit in den sexuellen Begegnungen mit meiner Partnerin mit dabei sein darf!

Seitdem haben wir wieder Sex. Danke für den Raum, den ihr mir gegeben habt. Ich verstehe mich jetzt selbst viel besser.“