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Verliebt, verlobt verheiratet – Langsame Befreiung aus der Pattsituation

Zusammenfassung

6. Kapitel unserer Blog-Reihe "Verliebt, verlobt, verheiratet, und dann?“
Der Weg aus der Beziehungskrise bringt Wachstumsschmerz mit sich. Da durch zu gehen, lohnt sich, denn es bringt Dich wieder mehr mit Dir selbst in Kontakt, und Du erlangst mehr Klarheit über Deine eigenen Bedürfnisse. Wo das Bewusstsein für Deine eigenen Bedürfnisse da ist, kannst Du selbst für ihre Erfüllung leichter Verantwortung übernehmen.

 

Blogbeitrag 6_Langsame Befreiung aus der Pattsituation

6. Kapitel unserer Blog-Reihe „Verliebt, verlobt verheiratet – und dann?“
Langsame Befreiung aus der Pattsituation.
In der letzten Folge haben wir davon gesprochen, dass sich Wachstum in der Beziehung wie eine Trennung anfühlen kann. Und in gewissem Sinne stimmt das. Denn die bisherige Vorstellung loszulassen, wie Beziehung funktioniert, kann weh tun. Im Grunde genommen ist es ein Wachstumsschmerz, der in der persönlichen Entwicklung auch ein natürlicher Prozess ist, den die meisten Menschen früher oder später durchlaufen.
Bildlich gesprochen geht es darum, sich nicht mehr auf den anderen zu stützen, sondern stattdessen nach und nach eine innere Haltung zu finden, in der Du eigenständig und ohne große Anstrengung stehen kannst. Und dabei kann uns ein Perspektivwechsel helfen.
Wir erinnern uns: Anfangs, als Du Dich verliebt hast, war da der über allem stehende, vielleicht unbewusste Satz: „Ich sehe in Dir, was ich brauche.“ oder auch: „Du erfüllst meine Sehnsucht.“
Dass Du Dich daran erinnerst, ist wichtig! Denn in diesen Sätzen steckt ja der wertvolle Hinweis darauf, was Du für Dich brauchst, und wo bisher elementare Grundbedürfnisse in Deinem Leben offen geblieben sind! Statt Deinen Partner unausgesprochen als Erfüllungsgehilfen für Deine vielleicht noch nicht einmal wirklich bewussten Bedürfnisse zu behandeln, bietet sich jetzt die Möglichkeit für eine andere Sicht:
Dein Partner/Deine Partnerin ist ein Wegweiser zu Deinen Bedürfnissen!

Indem Du Dich an die wichtigsten Aspekte erinnerst, in die Du Dich bei ihr/ihm verliebt hast, kommst Du Deinen tiefsten Bedürfnissen auf die Spur, falls sie Dir nicht ohnehin schon bewusst geworden sind. Jenen Bedürfnissen, die Du bisher vielleicht noch am wenigsten gelebt hast.
Und hier ist die Formulierung bewusst gewählt: Du lebst. Und Du bist es, die bzw. der Deine Bedürfnisse lebt. Das macht niemand anderes für Dich.
Wie das geht – deine Bedürfnisse zu leben – davon sprechen wir ausführlich in der nächsten Folge.
Aber jetzt ist erst einmal der wichtigste Schritt, die alte Vorstellung von Beziehung loszulassen und – zumindest innerlich – Deinem Partner, Deiner Partnerin zu sagen:
„Ich höre auf, dich in die Verantwortung für meine Bedürfnisse zu nehmen. Ich nehme die Verantwortung für meine Bedürfnisse zu mir.